Bunkertraining in der Maginotlinie 17.09.2011

27 Meter unter der Erde fand das Training der DRV-Staffel Pforzheim am Samstag statt.

In einem der Öffentlichkeit nicht zugänglichen Bunkerteil der Maginotlinie in der Nähe des elsässischen Dorfs Hunspach hatten die Rettungshundeteams die Möglichkeit unter ungewöhnlichen Bedingungen zu trainieren.

Eine Treppe führt über ca. 100 Stufen nach unten in den rechteckig angelegten Mannschaftsbunker des Verteidigungsbollwerkes aus dem 2. Weltkrieg. Vom Hauptgang gehen mehrere Seitengänge ab die wiederrum in verschiede Räume führen welche zum Teil durch Quergänge labyrinthartig miteinander verbunden sind. Kein Tageslicht dringt in die feuchtkalte Anlage, eine Beleuchtung gibt es nicht, es herrscht absolute Dunkelheit. Die Temperatur liegt ständig bei 13 Grad Celcius.

Auch die noch unerfahrenen Hunde der neuen Teams zeigten sich erstaunlich unbeeindruckt von der Dunkelheit, mancher Hundeführer hatte allerdings mit der Orientierung in dem dunklen Gängelabyrinth zu kämpfen.

Als besonders schwierig stellten sich Witterungsbedingungen heraus. Da es in dem Bunker kaum Luftbewegungen gibt steigt die Witterung meist zuerst nach oben und kommt an einer anderen Stelle wieder nach unten. So erkennt ein Hund die stärkste Witterung manchmal nicht am Opfer sondern z. B. in einer gegenüber liegenden Raumecke. Als problematisch erwies sich auch die sogenannte Restwitterung. Sie entsteht wenn ein Übungsopfer eine Zeit lang an einem Platz war und die Witterung nach dem Verlassen des Verstecks dort hängen bleibt. In solchen Situationen lernen die Hunde die Differenzierung zwischen frischer und alter Witterung. Etwas einfacher haben es da die Mantrailer-Teams deren Hunde sich mehr an Geruchsspuren auf dem Boden orientieren.

Das Training dauerte über sechs Stunden, alle Teams waren begeistert über diese Trainingsmöglichkeit und die Chance zum Teil völlig neue Eindrücke zu sammeln.

Wir danken dem Verein "L'Association des Amis de la Ligne Maginot d'Alsace" der uns diesen Tag ermöglicht hat.
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